Eröffnung – New Scenario – HOPE


New Scenario „HOPE“

„Die Kustodie der TU Dresden hat für die Sommersemesterausstellung 2017 das Künstlerkollektiv “New Scenario” aka Paul Barsch (*1982 in Karlsburg, lebt in Dresden und Berlin) und Tilman Hornig (*1980 in Zittau, lebt in Dresden und Berlin) eingeladen, gemeinsam mit der künstlerischen Leiterin des Ausstellungshauses der TU Dresden (Altana Galerie) ein Ausstellungs- und webbasiertes Publikationsprojekt zu entwickeln. “New Scenario” ist ein Kollektiv, das sich im globalen Kontext einer jungen Künstlergeneration bewegt, die sich am Puls der Zeit mit neuen künstlerischen Praxen auseinandersetzt und vor allem durch ihre Affinität zum virtuellen Raum charakterisiert ist. Die Arbeiten von “New Scenario” sprengen unsere konventionellen Vorstellungen von Kunst und Display: Das Künstlerkollektiv hat neue Antworten und ästhetische Entsprechungen gefunden, die sich nicht mehr auf die etablierten Gattungen der Kunst reduzieren lassen.
Für das Projekt der Kustodie der TU Dresden beschäftigt sich “New Scenario” mit Dystopien, Störungen und der filmischen Figur des Zombie. Der Campus der Universität fungiert für diese Erzählung als Ort und Bühne, wo Fragen nach Verschwörungstheorien, Fiktion und Realität, Chaos und Ordnung aus künstlerischer und wissenschaftlicher Perspektive verhandelt werden. Als Konstante der Menschheitsgeschichte, hat sich die Figur des Zombie als ungeheuer adaptionsfähig erwiesen.
Wir alle fragten und fragen bis heute nach der eigenen Körperlichkeit, der körperlichen Identität (“Körperdiskurs”), der religiösen bzw. rituellen Implementation apokalyptischer Vorstellungen, der Möglichkeit der Wiederkehr nach dem Tod und schlussendlich danach, was passiert, wenn das Ende der Geschichte, die Apokalypse, eintreten würde.
Wie würden wir uns dann neu organisieren? Wer und welche wissenschaftlichen Disziplinen könnten ein Überleben in der Apokalypse ermöglichen, was würden sie beisteuern? Welche neuen Ordnungen und Strukturen treten dann ein?
Der Zombie ist künstlerisch wie wissenschaftlich eine Figur, die oben aufgeworfene Diskurse bündeln kann und im positiven Sinne als analytische Kategorie fungiert sowie für diese Fragestellungen immer wieder nach neuen theoretischen, aber eben auch künstlerischen Entwürfen verlangt.“

Künstler: Monia Ben Hamouda, Crawford Connor, Joachim Coucke, Mariechen Danz, Jason Hirata, Daniel Keller, Max Kowalewski, Kareem Lofty, Annie Pearlman, Nicolas Pelzer, Jon Rafman, Gregor Rozanski, Bailey Scieszka

Datum/Zeit
Date(s) - 05/05/2017
7:00 pm - 10:00 pm

Veranstaltungsort
Ausstellungshaus der Kustodie (Altana Galerie)
Helmholtz Straße 9
Dresden

https://tu-dresden.de/kustodie/ausstellungen

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